Flöhe und Flohbekämpfung

 

Fast jeder Tierbesitzer kennt sie…Flöhe. Sie sind nicht nur lästig und unangenehm, sonder können auch Krankheiten übertragen oder Allergien auslösen. Um sie optimal bekämpfen zu können, ist es wichtig, einiges über ihren Lebenszyklus und ihre Lebensgewohnheiten zu erfahren.

 

In der Regel handelt es sich bei den Flöhen, die unsere Haustiere befallen, um Katzenflöhe. Ein Floh lebt etwas ein bis drei Monate auf einem Haustier. Er nimmt sofort, nachdem er das Tier besiedelt, eine Blutmahlzeit zu sich. Dabei sondert er mit seinem Speichel Substanzen ab, die die Blutgerinnung verhindern und Hautirritationen hervorrufen. Diese Substanzen führen zu Juckreiz und können bei Mensch und Tier eine Allergie auslösen. Die sogenannte Flohspeichelallergie (FAD) ist die häufigste Allergie bei unseren Haustieren.

 

Schon ein bis zwei Tage, nachdem der Floh zum ersten Mal Blut gesaugt hat, beginnt das Weibchen mit der Eiablage. Es legt dabei bis zu 50 Eier pro Tag. So können aus einem Floh innerhalb von acht Wochen über 125 000 Flohnachkommen entstehen. Diese Flöhe vermehren sich dann wiederum. Das Ausmaß eines Flohbefalls wird anhand dieses Beispiels ersichtlich. Die Eier fallen aus dem Fell des Tieres in die Umgebung, z.B. auf die Schlafdecke ihres Haustieres, auf den Teppich oder in Ihr Bett. Bei Temperaturen über 5°C entwickeln sich aus den Eiern innerhalb von zwei bis 14 Tagen Flohlarven. Diese können sich bewegen und suchen dunkle Ecken auf (Teppiche, Bodenritzen). Die Larven verpuppen sic anschließen. Der Puppenkokon schützt sie vor schädlichen Umwelteinflüssen. Im idealsten Fall entwickelt sich innerhalb von acht bis zehn Tagen innerhalb des Kokons ein erwachsener Floh. Sind die Umweltbedingungen jedoch ungünstig, so könne die Puppen ihre Entwicklung (mehrere Monate lang) stoppen und auf bessere Bedingungen warten. Im Kokon warten die Flöhe nach Abschluss ihrer Entwicklung dann auf ihr Opfer und können innerhalb von Sekunden schlüpfen und ihren Wirt befallen. Aber: nur 5% aller Flöhe (adulte = erwachsene Flöhe) leben auf dem Tier. Die restlichen 95% (Eier, Larven und Puppen) befinden sich in der Umgebung. Für eine erfolgreiche Bekämpfung der Flöhe ist demnach nicht nur die Behandlung des Tieres mit einem Insektizid (z.B. Tabletten, spot-on Tropfen, Halsbänder) wichtig, sondern auch die Behandlung der Umgebung, in der sich die Flohnachkommen befinden. Versäumt man diese, so kann es immer wieder zu einem neuen Flohbefall kommen.

 

Nachweis:

 

Sie können den Flohbefall nicht nur direkt durch das Auffinden eines Flohes nachweisen, sondern auch über den Flohkot im Fell ihres Haustieres. Flohkot enthält unverdautes Blut zu Ernährung der Larven. Diesen können sie mit einem Flohkamm aus dem Fell des Tieres kämmen. Fallen Ihnen also bei der Fellpflege dunkle, kleine Krümel auf, legen sie diese auf ein angefeuchtetes Papiertaschentuch und zerdrücken die Krümel. Sehen sie nun kleine, rotbraun verlaufende Punkte, ist das ein eindeutiger Nachweis für Flohkot (unverdautes Blut) und demnach für Flöhe. Die Flohstiche rufen aber auch heftigen Juckreiz aus. Ist ihr Tier plötzlich auffallend unruhig, hat gerötete Hautstellen und Pusteln (v.a. am Bauch, Kuppe und Schenkelinnenseite), knabbert oder benagt sich, so könnte das Folge eines Flohbefalls sein.

 

Bekämpfung:

 

Wichtig ist die Behandlung aller Tiere in einem Haushalt. Die erste Säule ist die Bekämpfung der adulten Flöhe und damit der Zeugung weiterer Nachkommen. Dazu gibt es eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten in Form von Tabletten, spot-on Tropfen für den Nacken oder Halsbänder.

 

Während die erwachsenen Flöhe durch die Insektizide abgetötet werden, entwickeln sich die Eier, Larven und Flohpuppen weiter zu erwachsenen Flöhen und können nach Abklingen der Insektizidwirkung zu einem neuen Befall führen. Demnach ist eine gleichzeitige Umgebungsbehandlung unumgänglich und die zweite Säule der Behandlung. Auf jeden Fall müssen alle Decken, Kissen, Bettbezüge gewaschen werden. Eine einfache Lösung zur Behandlung der Umgebung ist das tägliche Stabsaugen oder Wischen aller Räume, in denen sich Ihr Haustier aufhält. Ist das Saugen oder Wischen aus zeitlichen Gründen nicht möglich oder wird man dennoch nicht Herr der Situation, so empfehlen wir die Verwendung eines so genannten Foggers. Es handelt sich dabei um ein Spray, das nach Aktivierung des Foggers aus der Foggerdose in die Umgebung freigesetzt wird und sich in den Innenräumen verteilt. Der Wirkstoff hemmt die Entwicklung der Floheier und Flohlarven (er ist auch gegen Zecken und Schaben wirksam) und verhindert somit die Entwicklung von erwachsenen Flöhen. Er ist bis zu sechs Monaten wirksam. Vor Anwendung ist unbedingt der Rat des Tierarztes einzuholen.

 

Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gern und geben Ihnen Tipps zur Bekämpfung der Flöhe!